Idee und Konzept

Grundidee

Geistes- und Gesellschaftswissenschaften stehen in der Verantwortung, immer auch den Rückbezug zur Gesellschaft zu suchen, um in sie hinein ihre Ergebnisse zu vermitteln, aus ihren kontemporären Bedürfnissen heraus aber auch Fragestellungen zu entwickeln. Um überlebensfähig zu sein, ist es daher unentbehrlich, sich den modernen Möglichkeiten elektronischer Datenverarbeitung und multimedialer Präsenz zuzuwenden. Es gilt zu schauen und zu prüfen, inwieweit sich technische Innovationen dazu eignen, landesgeschichtlicher Forschung neue Facetten zu geben oder alte, traditionelle Stärken zu unterstreichen.

Das Augenmerk fällt hier insbesondere auf Internetportale – im ganz wörtlichen Sinne als Eingangsräume zu begreifen – welche es NutzerInnen ermöglichen, sich Themen- oder Wissensfeldern über das Internet anzunähern. Für die brandenburgische Landesgeschichte eröffnen sich darin Chancen, nicht zuletzt auch im Angesicht ihrer ausgesprochenen Vielfältigkeit, inhaltliche wie methodische Zugänge aller Art einem breiten Publikum bekannt zu machen. Zugleich bietet ein solches Portal Gelegenheit, die schier uferlose Fülle an Inhalten, welche jetzt schon im Internet kursieren, auf Grundlage wissenschaftlicher Maßstäbe zu filtern. Im Ergebnis wird NutzerInnen eine Orientierungshilfe an die Hand gegeben, um sich im weiten Feld der brandenburgischen Landesgeschichte zielgerichtet und fundiert informieren zu können.

Konzept

Mit dem „brandenburgikon“ entsteht ein Internetportal zur Geschichte und Kultur Brandenburgs. Es ist spartenübergreifend angelegt und vermittelt in verschiedenen Bereichen und Rubriken zahlreiche Aspekte der Landes-, Regional- und Ortsgeschichte. Objekte, Quellen, Publikationen und vieles mehr werden vorgestellt.

Organisation und Betreuung des Portals erfolgen anhand wissenschaftlicher Grundsätze. Das Portal ist als offenes Projekt konzipiert, das sich als Arbeits-, Nachschlage- und Service-Instrument zur brandenburgischen Geschichte etablieren möchte. Es fördert die Kommunikation und den Informationsaustausch, weist auf bestehende Ressourcen im Netz hin und stellt selbst umfangreiche Ressourcen zur Geschichte und Kultur Brandenburgs online zur Verfügung.

Auf der Basis thematischer Offenheit und Vielfältigkeit werden bestehende Strukturen um neue Kommunikations- und Informationswege erweitert. Bislang dezentrale Angebote werden in Form von Kooperationen unter dem Dach des Portals sinnvoll vernetzt.

Dadurch unterstützt es die Zusammenarbeit zwischen geschichtsinteressierten Menschen, Vereinen und Einrichtungen und bietet ein Publikationsforum für historische Arbeiten.

Es will zur Koordination von landesgeschichtlichem Engagement in Brandenburg beitragen. Alle historischen Institutionen, Interessierte, Heimatforscher, Vereine, Museen oder auch Schulen, welche die Erforschung ihrer regionalen Geschichte in die Unterrichtsgestaltung einbinden, sollen sich zusammenschließen und vernetzen können.

Das Projekt sieht sich ausdrücklich nicht als Konkurrenz zu den bestehenden Angeboten und Internet-Auftritten einzelner Vereine, Museen oder Institutionen in Brandenburg. Vielmehr will das „brandenburgikon“ auch zu einer gezielteren und öffentlichkeitswirksameren Verbreitung und Vernetzung der dortigen Angebote beitragen.

Im Ergebnis entsteht eine Plattform, die umfangreiche Ressourcen zur Geschichte und Kultur des Landes, der Regionen, ihrer Städte und Gemeinden zur Verfügung stellt. Gleichzeitig bietet sie die Möglichkeit zum Austausch zwischen dem Projektträger und Vereinen und Institutionen innerhalb des Netzwerkes. Das Portal soll im Rahmen von Kooperationen ständig erweitert werden; die offene Konzeption macht dies möglich.

Dem Projekt liegt ein räumlicher Brandenburg-Begriff zugrunde, welcher sich an der historischen Entwicklung der Mark Brandenburg orientiert. Er bezieht gleichberechtigt auch die historische Entwicklung der im 19. und 20. Jahrhundert der preußischen Provinz Brandenburg sowie dem Land Brandenburg zugeordneten Landesteile (Niederlausitz, sächsische Ämter) oder verloren gegangener Gebiete (Altmark, Neumark, Groß-Berlin) mit ein. 

Das Projekt hat drei Hauptzielgruppen:

  1. Die historisch interessierte Öffentlichkeit,
  2. Fachleute, d. h. Wissenschaftler, Studenten und Mitarbeiter von Universitäten, Archiven, Bibliotheken und Museen,
  3. Lehrer an Schulen und sonstigen Bildungseinrichtungen sowie deren Schüler.

Beiträge

Der Arbeitskreis brandenburgische Landesgeschichte selbst stellt übergreifende landeskundliche Inhalte und Forschungsergebnisse ins Netz, pflegt und verwaltet die Portalbereiche, gewährleistet den technischen Ausbau und steht als Ansprechpartner zur Verfügung. Darüber hinaus wird durch Verlinkung auf bereits bestehende Angebote im Netz verwiesen. Zentrales Anliegen des Projektes ist es, eine Vielzahl weiterer Autoren für die Mitarbeit zu gewinnen. Alle Beiträge sollen den Kriterien wissenschaftlichen Arbeitens genügen. Der Arbeitskreis übernimmt die redaktionelle Bearbeitung der Beiträge. Er steht dabei in einem engen Austausch mit den Autoren.

Technische Umsetzung

Sämtliche Daten des Internetauftritts sind auf den Servern der Universität Potsdam gelagert, wodurch der Betrieb der Seite langfristig gesichert ist.
Pflege, Betreuung sowie Ergänzung der Homepage wird durch den Arbeitskreis versehen, welchem das gesamte Content-Management obliegt. Ihm fällt alle technisch-administrative Verantwortlichkeit zu.

Finanzierung

Eine Anschubfinanzierung erfolgt durch die Philosophische Fakultät der Universität Potsdam.

 


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