Struveshof - Landwirtschaftliche Erziehungsanstalt
Christoph Hamann
Die Landwirtschaftliche Erziehungsanstalt Struveshof (1917 – 1960) war eine Einrichtung der Berliner Jugendfürsorge am Rande der heutigen Stadt Ludwigsfelde. In den 1920er-Jahren galt sie als ein Reformprojekt der Fürsorgeerziehung, das national wie international große Beachtung fand.
Struveshof als Reformprojekt (1917 – 1933)
Den Überlegungen des Berliner Magistrats von 1911, eine „Landwirtschaftliche Erziehungsanstalt“ zu gründen, lagen pragmatische wie programmatische Motive zugrunde (Hamann 2017, 11-13; Bischoff/Lücke 2017, 35 – 57). Nach der Inkraftsetzung des preußischen „Gesetzes über die Fürsorgeerziehung Minderjähriger“ im Jahr 1901 hatte sich in Berlin wie in Preußen bis 1914 die Zahl der Zöglinge in den Anstalten verachtfacht (Böttcher 1923, 21). Die vorhandenen Einrichtungen konnten die durch die Vormundschaftsgerichte festgestellte staatliche Schutzaufsicht über Kinder und Jugendliche bzw. den Bedarf an Unterbringungen nicht mehr abdecken. Der Magistrat wollte zudem die Fürsorgeerziehung nicht subsidiär den Kirchen und ihren Wohlfahrtsverbänden überlassen. So beschloss die Berliner Stadtverordnetenversammlung 1913 die Errichtung der Erziehungsanstalt Struveshof (LAB, A Rep. 000-02-01, Nr. 1643). Mit dem Kriegsausbruch 1914 erhöhte sich der Handlungsdruck auf den Berliner Magistrat, denn die Zahl der von den Vormundschaftsgerichten für eine Erziehung im Heim vorgesehenen Zöglinge erhöhte sich aufgrund von familiären Notlagen rapide (z. B. durch den Tod des Vaters an der Front; LAB, A Rep. 000-02-01, Nr. 1643; Janisch 1818, 23 – 30; Hamann/Lücke 2020, 47, 52, 54, 58). Da nach der Mobilmachung 1914 qualifiziertes Personal für die Erziehung zunächst fehlte, konnte die Erziehungsanstalt erst zum 1. April 1917 eröffnet werden.
Die mit dem „Gesetz über die Fürsorgeerziehung Minderjähriger“ einsetzende quantitative Ausdehnung der sozialpädagogischen Intervention des Staates war verbunden mit qualitativ neuen Vorstellungen zu den Zielen und Methoden der Fürsorgeerziehung. Dies zeigte sich daran, auf welchen Personenkreis das Gesetz anzuwenden war. Es betraf nun nicht mehr allein straffällige und strafunmündige Kinder bzw. Jugendliche. Eine Fürsorgeerziehung sollte auch zur Anwendung kommen, wenn eine solche wegen der „Unzulänglichkeit der erzieherischen Einwirkung der Eltern oder sonstigen Erzieher oder der Schule zur Verhütung des völligen sittlichen Verderbens des Minderjährigen nothwendig“ war (Oberwittler 2000, 136). Neu war also eine kriminalpräventive Intervention bei denjenigen Kindern und Jugendlichen, die noch nicht straffällig geworden waren. Diese gesetzliche Neujustierung war programmatisch verbunden mit einem sozialpolitischen und -pädagogischen Paradigmenwechsel, demzufolge in den Anstalten weniger auf Bestrafung als auf Erziehung Wert gelegt werden sollte. Die Struveshofer Erziehungsprogrammatik orientierte sich unmittelbar an diesem Reformansatz. Der bis zum neuen Gesetz gebräuchliche Begriff der „Zwangserziehung“ wurde durch den der „Fürsorgeerziehung“ ersetzt. Damit sollte die strafrechtliche Herkunft der Zwangserziehung und die Assoziation mit einer Gefängnisstrafe vermieden und andererseits der Anspruch unterstrichen werden, fürsorgerisch-präventiv und pädagogisch zum Wohl der Kinder und Jugendlichen zu handeln. Der für die Fürsorgeerziehung in Berlin zuständige Obermagistratsrat Knaut formulierte diesen Anspruch aus Anlass der Gründung der Anstalt Struveshof wie folgt: „Es handelt sich um eine öffentliche Erziehung, die an Stelle der versagenden elterlichen Erziehung tritt. Berlin hat also die unabweisliche Pflicht, die ihm anvertrauten Kinder in einer ihren eigenen Interessen, Fähigkeiten, Anlagen und sonstigen Verhältnissen entsprechenden Art und Weise körperlich, geistig und sittlich auszubilden und sie zu einem Lebensberufe fähig zu machen und hat dies in der bestmöglichen Weise zu tun“ (Knaut 1917, 66f.).
Die Gestaltung der neu errichteten Anstalt Struveshof (Architekt: Oberbaurat Franz Arnous im Magistrat von Berlin) knüpfte an das pädagogische Paradigma an und unterschied sich soweit von anderen Einrichtungen der Fürsorgeerziehung. August Rake, der Gründungsdirektor der Erziehungsanstalt, sprach 1918 von einem „Erziehungsdorf“, das „keine ‚Besserungsanstalt‘ im landläufigen Sinne“ sein sollte. Jeglicher Gedanke an eine Kaserne oder an ein Gefängnis sollte vermieden werden. „So gibt es weder hohe Mauern noch Stacheldraht, keinen Wall und keinen Graben, sondern frei und offen liegen die schmucken Landhäuser inmitten herrlicher Anlagen da.“ (Rake 1918, 402; siehe auch Hamann/Lücke 2020, 56)
Ambition und Ambivalenz
Auch für die Standortwahl waren pragmatische und programmatische Erwägungen ausschlaggebend. Schon 1887 hatte die Stadt Berlin das Vorwerk des Gutes Schenkendorf mit 450 Morgen Acker- und Rieselfläche für ein Stadtgut erworben. Der Stadt Berlin stand damit rund zwei Jahrzehnte später Baugrund für ein Erziehungsheim zur Verfügung. Außerdem waren Wirtschaftsgebäude schon vorhanden. Land und Bauten konnten für die Ausbildung der „Zöglinge“ in der Land- und Viehwirtschaft genutzt werden. Die erste Erwähnung des Namens „Struveshof“ stammt von 1905. Die Benennung erfolgte zur Ehrung des im Vorjahr verstorbenen Berliner Stadtrats Gustav Struve (1835 – 1904), der für die Berliner Stadtgüter und die Rieselfelder zuständig gewesen war.
In der Anstalt lebten in den 1920er-Jahren neben den rund 60 Waisenkindern im Alter von 7 bis 14 Jahren auch ungefähr 120 „schwer erziehbare“ bzw. straffällig gewordene Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren und bis zu 30 Heranwachsende zwischen 18 und 21 Jahren mit besonderem Betreuungsbedarf. Diese wohnten in sogenannten „Familien“, d.h. in Gruppen von jeweils 20 Kindern und 30 Jugendlichen, für die jeweils ein Erzieher und mehrere Hilfserzieher verantwortlich waren. Orientierend war für dieses Modell das Konzept der Rettungshäuser des 19. Jahrhunderts (Johann Hinrich Wichern u.a.). Die „Familien“ wurden in verschiedenen Gebäuden untergebracht. Die schulpflichtigen Waisenkinder besuchten die anstaltseigene Schule auf dem Gelände; in zwei Inklusions-Klassen wurden Schüler mit besonderem Förderbedarf („Hilfsschulklassen“) unterrichtet. Vorbild für den Werkunterricht (Eisen-, Holz-, Papparbeiten) war Georg Kerschensteiners Arbeitsschulkonzept. Für die nicht mehr Schulpflichtigen wurde ein Förderunterricht angeboten, jedoch nur in den Wintermonaten. Für eine kurze Zeit waren vor 1933 auch Mädchen in der Erziehungsanstalt.
Das zentrale pädagogische Ziel der Anstalt war die „Erziehung zur Arbeit durch Arbeit“. Die Jugendlichen absolvierten eine einjährige Ausbildung für Tätigkeiten in der Land- und Viehwirtschaft; dies bezog auch handwerkliche Berufe mit ein. Im Anschluss an die Ausbildung folgte ein weiteres Jahr in einem landwirtschaftlichen Betrieb im Umland. Der Orientierung auf Berufe in Land- und Viehwirtschaft lag eine Haltung zugrunde, die sich aus Großstadtkritik und Agrarromantik speiste und auch von Ideen der Lebensreform um 1900 beeinflusst war. Die Stadt mit ihren Lebensweisen und Anreizen sowie dysfunktionale Familien der „Zöglinge“ dort wurden als Ursachen für die Erziehungsprobleme gesehen. Letztlich scheiterte jedoch der Ansatz, Heranwachsende durch ihre „Verpflanzung“ aufs Land pädagogisch zu begleiten bzw. gesellschaftlich zu integrieren. Die in der Großstadt sozialisierten Jugendlichen kehrten nach ihrer Ausbildung in aller Regel nach Berlin zurück (Hamann/Lücke 2020, 61f.). Befördert wurde dies auch durch Konflikte mit Gleichaltrigen im Dorf, denen die „Anstaltsjungen“ als „minderwertig“ galten. Landwirte wiederum hatten Ansprüche an die Arbeit der Jugendlichen, die diese aufgrund ihrer Beeinträchtigungen vielfach nicht erfüllen konnten und wollten.
Neben Arbeit und Unterricht wurde vor allem in den 1920er-Jahren auch umfassend pädagogisch gearbeitet mit sportlichen Wettkämpfen (z.B. Fußball, Leichtathletik) und kulturellen Angeboten (z. B. Musik, Vorträge, Film, Radio) und wiederkehrenden jahreszeitlich gebundenen Festen. Die Anstalt wurde zeitgenössisch in der allgemeinen und Fachpresse auch deswegen vielfach als „Musteranstalt“ (Vossische Zeitung, 12.12.1928) der Fürsorgeerziehung gepriesen und von Fachleuten aus dem In- und dem Ausland besucht. (Abb. 1-7)
Struveshof in der Publizistik und Literatur
Die Methoden der Fürsorgeerziehung wurden Ende der 1920er-Jahre politisch kontrovers diskutiert. Auslöser dafür waren erstens über 20 Revolten in Erziehungsheimen im Deutschen Reich, zweitens die Texte von Jugendlichen aus dem Struveshof in dem Band „Jungen in Not“ (1928) des Schriftstellers und Malers Peter Martin Lampel und drittens das viel beachtete Drama „Revolte im Erziehungshaus“ (1929) desselben Autors (Werkstatt Alltagsgeschichte 2011, 201; Hamann 2013, 144 – 152; Bischoff/Lücke 2020, 39 – 57). Lampel hatte Anfang 1928 mehrere Wochen im Struveshof hospitiert. Die durch die Berichte öffentlich gemachten Missstände (z. B. sexuelle Gewalt zwischen den „Zöglingen“) konnten jedoch nur in eingeschränktem Maße auf Struveshof bezogen werden, denn die Jugendlichen waren zuvor schon in verschiedenen anderen Einrichtungen der Fürsorgeerziehung untergebracht. Lampel selbst jedenfalls stellte fest, „dass Struveshof eine der besten Anstalten ist, die es gibt“ (Vossische Zeitung, 18.1.1929).
Die Zeit des Nationalsozialismus
Die Zeit ab 1933 brachte erhebliche Änderungen für die „Zöglinge“ in Struveshof mit sich (die folgenden Ausführungen nach: Irmer 2017, 59 – 94). An die Stelle der Erziehung des Einzelnen und seiner individuellen Entwicklung trat die Erziehung zu einem Teil der nationalsozialistischen Volksgemeinschaft. Im Vordergrund stand die Disziplinierung der Kinder und Jugendlichen und eine Militarisierung des Anstaltslebens (Wehrsport, Schießübungen, Züchtigungen). Geprägt war die Erziehung mehr und mehr durch ein „System struktureller Misshandlung, in dem Erziehung durch Drill ersetzt und informelle Günstlingswirtschaft und Willkür Raum griffen“ (Irmer 2017, 84). Politisch verdächtige Mitarbeiter wurden entlassen. Einem Zeitzeugen zufolge war ein „erheblicher Teil des Personals vor 1933 republiktreu“ oder „gehörte z. T. der SPD an“ (Irmer 2017, 72). Struveshof diente einerseits als „Beobachtungs- und Verteilungsstelle für alle anderen Einrichtungen der Fürsorgeerziehung in Berlin“, aber auch als „Durchgangsstation“ für die Zwangssterilisierung: „Die Sterilisierungen basierten auf dem nationalsozialistischen rassistisch-biologistischen Weltbild, in dem bestimmte Formen abweichenden Verhaltens oder von körperlichen oder geistigen Behinderungen pauschal als er- bzw. vererbbar angesehen wurden.“ (Irmer 2027, 74) Bei einem Bombenangriff auf das Flugzeugmotorenwerk Genshagen wurde in der Nacht zum 27. März 1943 auch Struveshof getroffen. In einem Luftschutzkeller starben dabei 17 Jugendliche.
Der Struveshof 1945 bis 1960
Nach dem Krieg war in den Gebäuden zunächst ein Lazarett untergebracht, bis 1949 wurde dort auch ein Kinderheim betrieben. Im April wurde die Einrichtung offiziell umbenannt in „Jugendwerkheim von Groß-Berlin“, ab 1951 waren auch weibliche Jugendliche in der Einrichtung (die folgenden Ausführungen nach Laudien 2017). Die Quellenlage lässt nur wenige Aussagen über die pädagogische Praxis im Struveshof nach 1945 zu (Laudien 2017, 100). „Der Struveshof (kann) nach heutigen Maßstäben nicht als eine pädagogische Einrichtung verstanden werden.“ (Laudien 2017, 115)
Die Lage der Kinder und Jugendlichen bzw. deren Selbsthilfe waren Ausdruck der Kriegsfolgen und zum Teil auch Abbild der gesellschaftlichen Gesamtsituation. Der Mangel scheint in jeglicher Hinsicht das dominante Element der Erziehung im Jugendwerkheim gewesen zu sein. Dazu gehörten der Hunger, fehlende Hygiene und Privatsphäre, die ungenügende Versorgung mit Kleidung, zu wenig und unzureichend qualifiziertes Personal (Erzieher, Lehrkräfte) und dessen hohe Fluktuation sowie Probleme mit der Disziplin. Das Jugendwerkheim war angewiesen auf eine Eigenversorgung (Nahrung, Reparaturen, Kleidung, Strom- und Wasserversorgung). Die Situation war geprägt von Kinder- und Jugendkriminalität (Diebstahl, Raub), Schwarzmarkthandel sowie von Fluchtversuchen während der gesamten Dauer des Heims. Von den Kindern und Jugendlichen hieß es 1949, dass nur rund ein Viertel das Bildungsniveau des 4. Jahrgangs erreichen würde, 1956 wurden „70 Prozent der Kinder und Jugendlichen von Struveshof als nur unter besonderen Bedingungen für bildungsfähig angesehen“ (Laudien 2017, 98, 109). Dennoch versuchte man früh, eine Schul- und Berufsausbildung anzubieten - „Schlosserei, Tischlerei, Dachdeckerei, Bauhof, Gärtnerei, Stellmacherei, Schneiderei, Malerei, Elektriker“ (Laudien 2017, 120). Zum Teil arbeiteten Jugendliche auch im Industriewerk Ludwigsfelde. Im Februar 1960 wurde der Jugendwerkhof Struveshof aufgelöst. Die Jugendlichen wurden in andere Einrichtungen verlegt. Im September 1960 wurde an gleicher Stelle das Institut für Jugendhilfe eingerichtet, welches für die Aus- und Weiterbildung von Jugendfürsorgern zuständig war.
Schlussbetrachtung
Die Erziehung in Struveshof stand in einem Spannungsverhältnis mehrerer struktureller Widersprüche.
Die Anstalt als „Familie“: Mit Karl Wilker urteilte 1929 ein Protagonist der Reformpädagogik in der Fürsorgeerziehung, dass die Erziehungsanstalt Struveshof zwar in „99% unvergleichlich viel besser“ sei „als das ‚Heim‘ derer, die hierhergebracht wurden“ (Wilker 1929, 52). Letztlich konnte aber das Leben in einer Anstalt, allen institutionellen Anstrengungen der Fürsorgeerziehung zum Trotz, kein Äquivalent zu dem in einer (intakten) Familie sein.
Inklusion durch Exklusion: Das pädagogische Ziel der gesellschaftlichen Integration von „schwer erziehbaren“ und nicht angepassten Jugendlichen aus der Großstadt Berlin wurde angestrebt durch pädagogische Arbeit in einer Anstalt auf dem Land.
Vormoderne und Industriegesellschaft: Die Ausbildung der Jugendlichen zielte auf Tätigkeiten in der Landwirtschaft. Für Berufe, die passend für die Arbeit in der Industrie der (Groß-)Stadt gewesen wären, konnte die Anstalt Struveshof einerseits keine Ausbildungsmöglichkeit bieten. Andererseits war die Orientierung auf die Landwirtschaft auch Ausdruck einer konservativ geprägten Kritik an der Großstadt und der Moderne.
Stigma Fürsorgeerziehung: Der „Fürsorgezögling“ Erich Thürmann urteilte 1929 über den Struveshof einerseits: „Das war bis jetzt noch die Beste (!) Anstalt, in die (!) ich war.“ Über seine Chancen auf dem Arbeitsmarkt urteilte er aber: „Wenn ich nun entlassen werde, und in Berlin Arbeit haben will. […] Ja ich kann ihn nicht gebrauchen, sie sind ein Fürsorgezögling. Dann kann ich Wochen und Monate herumlaufen ehe ich Arbeit habe. Wer in die Anstalt kommt ist verrazt und verkoft (!)“ (Lampel 1929, 168).
Quellen
Landesarchiv Berlin LAB, A Rep. 000-02-01, Nr. 1643.
Vossische Zeitung 12.12.1928, 18.1.1929.
Lampel, Peter Martin: Jungen in Not. Berichte von Fürsorgezöglingen. Berlin 1929.
Werkstatt Alltagsgeschichte (Hrsg.): Du Mörder meiner Jugend. Edition von Aufsätzen männlicher Fürsorgezöglinge aus der Weimarer Republik. Münster 2011.
Literatur
Bischoff, Nora/Lücke, Martin: „Da sehen Sie schon, daß es mit der Großen Freiheit nicht weit her ist“. In: Landesinstitut für Schule und Medien Berlin-Brandenburg (LISUM) (Hrsg.): Erziehen und Bilden. Der Bildungsstandort Struveshof 1917 – 2017. Ludwigsfelde 2017, 35 – 57.
Böttcher, Walter: Die Waisenpflege der Stadt Berlin unter besonderer Berücksichtigung der Einwirkung des Krieges auf ihre Entwicklung. Gießen 1923.
Hamann, Christoph: Erziehen statt Strafen. Die Landwirtschaftliche Erziehungsanstalt Struveshof 2017 – 1933. In: Landesinstitut für Schule und Medien Berlin-Brandenburg (LISUM) (Hrsg.): Erziehen und Bilden. Der Bildungsstandort Struveshof 1917 – 2017. Ludwigsfelde 2017, 11 – 32.
Hamann, Christoph: Jungen in Not? Zur Visualisierung der Fürsorgeerziehung vor 1933. Das Beispiel Struveshof. In: Stambolis, Barbara / Köster, Markus (Hrsg.): Jugend im Fokus von Film und Fotografie. Göttingen 2016, 115–139.
Hamann, Christoph: Revolte im Erziehungshaus? Peter Martin Lampel und die Erziehungsanstalt Struveshof. In: Berlin in Geschichte und Gegenwart. Jahrbuch des Landesarchivs Berlin. Berlin 2013, 133–183.
Hamann, Christoph/Lücke, Martin (Hrsg.): August Rake – Lebenserinnerungen und Lebenswerk eines Sozialpädagogen und Jugenderziehers. Bad Heilbrunn 2020.
Irmer, Thomas: Struveshof in der Zeit des Nationalsozialismus. In: Landesinstitut für Schule und Medien Berlin-Brandenburg (LISUM) (Hrsg.): Erziehen und Bilden. Der Bildungsstandort Struveshof 1917 – 2017. Ludwigsfelde 2017, 59 – 94.
Janisch, Franz: Die Fürsorgeerziehung in Kriegs- und Friedens-Schulheimstätten für schulpflichtige, übertags zeitweise aufsichtslose und infolge des Krieges verlassene Kinder. In: Zeitschrift für Kinderforschung, 23. Jg. (1918), Heft 1, 23 – 30.
Knaut, N.N.: Die landwirtschaftliche Erziehungsanstalt der Stadt Berlin in Struveshof bei Großbeeren. In: Zentralblatt für Vormundschaftswesen, Jugendgerichte und Fürsorgeerziehung, IX. Jg. (1917), Nr. 7/8, 65 – 67.
Lampel, Peter Martin: Revolte im Erziehungshaus. Berlin 1928.
Landesinstitut für Schule und Medien Berlin-Brandenburg (Hrsg.): Erziehen und Bilden. Der Bildungsstandort Struveshof 1917–2017. Ludwigsfelde 2017.
Laudien, Karsten: Der Struveshof 1945 bis 1960. In: Landesinstitut für Schule und Medien Berlin-Brandenburg (LISUM) (Hrsg.): Erziehen und Bilden. Der Bildungsstandort Struveshof 1917 – 2017. Ludwigsfelde 2017, 97 – 129.
Oberwittler, Dietrich: Erziehung statt Strafe? Jugendkriminalpolitik in England und Deutschland (1850–1920). Frankfurt/New York 2000.
Rake, N.N.: Die Landwirtschaftliche Erziehungs-Anstalt der Stadt Berlin, Struveshof b. Großbeeren. In: Land und Frau, 2. Jg. (1918), Nr. 51 (21. Dezember 1918), 401 – 402.
Wilker, Karl: Revolte um Lampel. In: Der Fackelreiter, 2. Jg. (1929). Heft 2, 51 – 55.
Abbildungsnachweis
Abb. 1-7 Gemeinfrei
Empfohlene Zitierweise
Hamann, Christoph: Struveshof - Landwirtschaftliche Erziehungsanstalt, publiziert am 28.01.2026; in: Historisches Lexikon Brandenburgs, URL: http://www.brandenburgikon.de (TT.MM.JJJJ)
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