Ornithologie in Brandenburg und Berlin

Wolfgang Mädlow

Einleitung

Brandenburg ist ein vogelreiches Land. Rund 380 Arten wurden hier bisher nachgewiesen (ABBO 2001). Wichtige Vogelgebiete wie der Gülper See, das Untere Odertal oder die Linumer Teiche mit ihrem großen Kranichschlafplatz locken ornithologisch und naturkundlich interessierte Besucher von nah und fern an. Wir wissen dank der langjährigen Studien zahlreicher begeisterter Vogelbeobachter heute sehr gut, welche Arten wo und zu welchen Jahreszeiten hier vorkommen, wie häufig sie sind und wie sich ihr Bestand entwickelt hat.

Doch wie ist es zu dieser Kenntnis gekommen? Die Geschichte der ornithologischen Erforschung der Mark ist noch nicht sehr alt. Es ist daher naheliegend, den wechselvollen Werdegang der heimischen Vogelkunde zu verfolgen und ihre Entwicklung nachzuzeichnen. Ausführlich ist dies zuletzt in der Publikation „Zur Geschichte der Brandenburgischen Ornithologie“ (Kalbe/Mädlow 2023) geschehen. Dieser Beitrag soll einen Überblick über die wesentlichen Ergebnisse dieser Studie vorstellen.

Die Anfänge – historische Akten und erste Inventarisierung

Lange bevor die wissenschaftliche Erforschung der heimischen Vogelwelt begann haben sich die Menschen mit Vögeln befasst. In der Regel ging es dabei entweder um Vögel als Jagdobjekt, als Beitrag zur Ernährung oder um Vögel als Schädlinge für Landwirtschaft und Fischerei. Davon zeugen alte Akten, die Johannes Klose für seine Untersuchung in den Beständen des Geheimen Staatsarchivs Preußischer-Kulturbesitz in Berlin-Dahlem (GStA PK) gesichtet und ausgewertet hat (Klose 2005). Darunter finden sich zahlreiche Angaben, welche auf das Vorkommen von Vogelarten schließen lassen. Wenn Ende des 18. Jahrhunderts bei Nauen bis zu 3.700 Feldlerchen jährlich für die königliche Hofküche gefangen wurden, kann man erahnen, wie groß der Bestand diese Art damals noch gewesen sein muss. 1748 forderte die kurmärkische Kriegs- und Domänenkammer in einem Schreiben an König Friedrich II. eine stärkere Bejagung der Großtrappe bei Frankfurt/O., weil die Trappen dort „ganze Felder bedeckt“ und „empfindlichsten Schaden an den Feldfrüchten“ verursacht haben sollen (Klose 2005, 170f).

Als erster bekannter Wissenschaftler in der Region befasste sich der Berliner Universalgelehrte Johann Leonhard Frisch (1666-1743) mit der heimischen Vogelwelt (Abb. 1). Sein Werk „Vorstellung der Vögel Deutschlands“ (hrsg. von 1733-1763) stellt viele Arten in Bild und Text vor. Grundlage der Beschreibungen waren vermutlich häufig Vögel, die in der Umgebung Berlins geschossen wurden. Jedoch fehlen in dem Buch weitgehend Angaben zum Vorkommen der Arten in der Mark Brandenburg, so dass zwar die Artenkenntnis gefördert wird, nicht aber das Wissen um die märkische Fauna (Rutschke 1983, 11).

1845-1919: Die ornithologische Erforschung Brandenburgs beginnt

Den Beginn der wissenschaftlichen Beschäftigung mit der Vogelwelt Brandenburgs markiert das Erscheinen der „Fauna marchica“ des Berliner Lehrers Johann Heinrich Schulz im Jahr 1845. Er beschreibt darin 220 Vogelarten. Auch hier liegt der Schwerpunkt auf Informationen zu den morphologischen Merkmalen. Darüber hinaus finden sich aber auch eine ganze Reihe von Angaben zum Vorkommen der Arten, auch wenn diese aus heutiger Sicht nicht immer ganz zuverlässig erscheinen.

In der Folgezeit gab es eine ganze Reihe von Freizeitforschern, die sich mehr oder weniger intensiv der heimischen Vogelwelt widmeten. Es waren Förster, Lehrer, Offiziere, Theologen und Industrielle, die diesem Hobby in zunehmend wissenschaftlicher Art und Weise frönten. Bereits 1853 gründete sich in Berlin ein „Ornithologisches Klübchen“, das dem Gedankenaustausch Gleichgesinnter diente (Schalow 1919). Herman Schalow (1852-1925), ein Bankkaufmann aus Berlin, fasste dann 1876 (gemeinsam mit A. Bau) den Kenntnisstand über die Vogelwelt der Mark in einem wissenschaftlichen Artikel zusammen, den er später ergänzte (Schalow 1976).

Ornithologie bestand damals zu großen Teilen aus dem Sammeln (das heißt Schießen) von Vögeln und dem Sammeln von Eiern. Viele Vogelkundige waren in Berlin ansässig und fuhren mit den Vorortbahnen in die Wälder der Umgebung, um dort Material für ihre Eiersammlungen zu finden (Alex 2011, 121f). In der fernen Provinz waren dagegen nur wenige Ornithologen ansässig, die aus ihrem Bereich berichten konnten. Wichtige Gebiete, die heute als ornithologische Highlights berühmt sind, wie etwa die großen Flussniederungen von Oder, Elbe und Havel, spielten keine Rolle. Vermutlich waren sie mit den verfügbaren Verkehrsmitteln kaum erreichbar, und es fehlte auch an der nötigen Optik, um Vögel in den weitläufigen Landschaften entdecken und bestimmen zu können.

Nach einigen Jahrzehnten unermüdlicher vogelkundlicher Tätigkeit war es Anfang des 20. Jahrhunderts soweit, dass der erarbeitete Kenntnisstand zusammengefasst werden konnte. Den Anfang machte Hermann Hocke (1844-1910), ein Porzellanmaler, der sich gute Kenntnisse erarbeitet hatte und vor allem oologisch (also an Vogeleiern) interessiert war (Abb. 2). Für dieses Fachgebiet hatte er eine eigene Fachzeitschrift begründet (Zeitschrift für Oologie). Kurz vor seinem Tode schloss er ein umfangreiches Manuskript über die Vögel Brandenburgs ab, das jedoch leider unveröffentlicht blieb. Erst 2011 wurden Teile daraus publiziert (Alex 2011). Damals waren Zweifel an der wissenschaftlichen Zuverlässigkeit Hockes geäußert worden. Herman Schalow beschrieb ihn als unzuverlässigen Charakter, was an seinen Mitteilungen Wahrheit und was Dichtung sei, lasse sich nicht entscheiden (Schalow 1919, 39). Aus heutiger Sicht und bei Kenntnis des erhalten gebliebenen Manuskripts ist diese Kritik kaum nachvollziehbar. Sie führte jedoch dazu, dass Hockes Werk von den Ornithologen nie richtig ausgewertet wurde.

1919 erschien dann das Buch, welches über Jahrzehnte zum Standardwerk der märkischen Ornithologie werden sollte: Die „Beiträge zur Vogelfauna der Mark Brandenburg“ von Herman Schalow (Abb. 3). Es fasste das gesamte Wissen über die heimische Vogelwelt zuverlässig zusammen, ergänzt mit historischen Beschreibungen, Biografien bedeutender Ornithologen, Informationen über Vogelsammlungen und volkstümliche Vogelnamen und mit Vögeln verbundene märkische Sagen.

Zu dieser Zeit waren das Arteninventar des Landes und das jahreszeitliche Auftreten der Arten zwar schon gut bekannt, die Daten zur Flächenabdeckung dagegen noch gänzlich unzureichend. Aus weiten Teilen des Landes fehlten ornithologische Informationen völlig.

Ein weiterer Ornithologe aus dieser Zeit verdient noch Erwähnung: Erich Hesse (1874-1945). Er war nur über eine kurze Zeitspanne in der Mark intensiv ornithologisch aktiv, gab aber wichtige Impulse. Seinen Veröffentlichungen nach hatte er hervorragende feldornithologische Kenntnisse, er setzte nicht auf Sammeln, sondern auf Beobachtung und kann in dieser Hinsicht vielleicht als erster moderner Feldornithologe bezeichnet werden. Sein besonderes Verdienst war die Entdeckung der Vogelwelt der havelländischen Luchgebiete bei Nauen ab etwa 1910, ein Gebiet, dass trotz seiner herausragenden Vogelwelt bis dahin den Ornithologen ganz unbekannt war. Gerade noch rechtzeitig vor der 1913 einsetzenden Zerstörung der Luche durch Entwässerung beschrieb er detailliert deren Vogelwelt (Hesse 1914; Mädlow 2024).

Ornithologie zwischen den Weltkriegen

In den 1920er Jahren nahm die Ornithologie, vor allem von Berlin ausgehend, einen beachtlichen Aufschwung. Zweifellos hat dazu Schalows Werk beigetragen, das auf viele Vogelinteressierte stimulierend gewirkt haben dürfte. In Berlin traten mit Erwin Stresemann (1889-1972) und Oskar Heinroth (1871-1945) zwei Ornithologen auf den Plan, die großen Einfluss ausüben sollten, obwohl beider Interessen nicht allein auf die Vogelfauna Brandenburgs ausgerichtet waren.

Stresemann bearbeitete als Kustos der ornithologischen Abteilung des Naturkundemuseums Berlin Ornithologie in ihrer ganzen Breite mit internationaler Ausrichtung, er gilt als Begründer einer „neuen biologischen Ornithologie“ (Haffer/Rutschke/Wunderlich 2004, 248). Heinroth war beruflich Direktor des Berliner Aquariums, zog jedoch gemeinsam mit seiner Frau Magdalena in seiner Freizeit einen Großteil der heimischen Vogelarten in seiner Wohnung auf und wurde damit zu einem der Väter der vergleichenden Verhaltensforschung (Schulze-Hagen/Kaiser 2020). Als Generalsekretär und Präsident der Deutschen Ornithologischen Gesellschaft organisierten sie in Berlin zweimal monatlich Sitzungen, um die Ornithologie nach allen Richtungen hin zu fördern. Auch Studenten und Amateurforscher wurden mit einbezogen und neben anderen Themen wurde immer wieder auch über die heimische Vogelwelt gesprochen.

Diese Sitzungen wirkten außerordentlich anregend (Rutschke 1994, 58f). Die Interessen vor allem jüngerer Ornithologen wurden auf lohnenswerte Fragestellungen gelenkt. Nach Stresemanns Vorstellung war das weniger die reine Faunistik, also die Ermittlung des Vorkommens der Arten, sondern vor allem die Brutbiologie der einzelnen Arten. So entstanden zahlreiche Studien an Vögeln im Berliner Raum.

Beispielhaft sei hier Gottfried Schiermann (1881-1946) genannt, der brutbiologische Untersuchungen an zahlreichen Arten durchführte, deren Nester schwer zu finden waren (Abb. 4). Außerdem war er (zumindest in Deutschland) der Begründer der quantitativen Ornithologie, indem er die genauen Zahlen der Brutpaare auf einer bestimmten Fläche ermittelte. Vorher hatte man sich mit qualitativen Angaben wie „häufig“ oder „selten“ begnügt.

1934 gründete sich die „Arbeitsgemeinschaft märkischer Faunisten“. Die ornithologische Fachgruppe wies 1935 insgesamt 60 Mitglieder auf und wurde von Georg Steinbacher und Paul Blaszyk geleitet. Damit existierte nun erstmals eine eigene Organisation, welche die systematische Erfassung der Vogelwelt Brandenburgs zum Ziel hatte. Wohl wegen des Kriegsbeginns konnte sie jedoch nicht mehr ihre volle Wirksamkeit entfalten.

Zum Ende dieser Periode war vor allem die Kenntnis der Biologie vieler Vogelarten ständig gewachsen und es gab erste Ansätze quantitativer Bestandserfassung. Die räumliche Abdeckung des Wissens über unsere Vogelwelt hatte sich jedoch noch nicht wesentlich verbessert. Nach wie vor waren die Aktivitäten stark auf die von Berlin aus gut erreichbaren Gebiete konzentriert und aus der Provinz gab es nur wenige ornithologische Nachrichten.

Nachkriegsornithologie in der DDR: Der Kulturbund und seine Fachgruppen

Der Zweite Weltkrieg bedeutete einen großen Einschnitt auch für das ornithologische Leben in Brandenburg und Berlin. Ein Großteil der bis dahin in der Region aktiven Ornithologen überlebte den Krieg nicht oder wurde in andere Regionen Deutschlands versprengt. So organisierte sich die heimische Vogelkunde bald völlig neu.

Das staatlich vorgegebene Dach für die Ornithologen bildete nun die 1950 gegründete „Sektion Natur- und Heimatfreunde“ des „Kulturbundes zur demokratischen Erneuerung Deutschlands“. Nach Auflösung der Länder 1952 gründete sich in jedem der neu gegründeten Bezirke (Potsdam, Frankfurt, Cottbus, Berlin) ein Bezirksfachausschuss Ornithologie. DDR-weit koordinierte der Zentrale Fachausschuss (Vorsitzender bis 1972 Hans Schildmacher, danach Heinrich Dathe) die ornithologischen Themen.

In den einzelnen Kreisen bildeten sich unter dem Dach des Kulturbundes Fachgruppen, die sich mit vogelkundlichen Themen, aber auch praktischen Vogelschutzaufgaben befassten. Für 1959 wurden für das Gebiet der DDR 180 ornithologische Fachgruppen mit 3.000 Mitgliedern angegeben (Schildmacher 1959, 184), für 1980 waren es 300 Fachgruppen mit 4.500 Mitgliedern (Dathe 1980, 256). In den brandenburgischen Bezirken waren 1978 knapp 30 Fachgruppen aktiv (Hamsch 1978, 246). Erstmals gab es damit fast flächendeckende Strukturen und Aktivitäten.

Die Fachgruppen waren unterschiedlich aufgestellt. Manche beschränkten sich auf den persönlichen Austausch bei Sitzungen und gemeinsame Exkursionen und Naturschutzeinsätze, andere arbeiteten stärker wissenschaftlich orientiert und führten Beobachtungskarteien (Abb. 5). In einigen Fällen führte dies zu regionalen Avifaunen, also Zusammenstellungen über die Vogelwelt der jeweiligen Kreise: Prenzlau (Schonert/Heise 1970), Senftenberg (Blaschke 1986), Belzig (Schubert 1987) und Stadt Eberswalde (Wawrzyniak 1988) (Abb. 6). Einzelne Fachgruppen gaben darüber hinaus zeitweise Mitteilungsblätter heraus. Zunehmend gewannen Naturschutzaktivitäten an Bedeutung. Diese konzentrierten sich auf praktische Naturschutzarbeiten wie das Ausbringen von Nisthilfen und Biotoppflege. Kritische naturschutzpolitische Arbeit war unter DDR-Verhältnissen kaum möglich, jedoch ließen sich durch direkte fachlich begründete Eingaben bei verantwortlichen Stellen durchaus Naturschutzerfolge erreichen, wie etwa die Ausweisung von Naturschutzgebieten (Rutschke 1998).

Die ehrenamtlichen Strukturen wurden vom Kulturbund unterstützt, beispielsweise durch das Angebot von Fortbildungen für die Fachgruppenleiter und die organisatorische Begleitung von Tagungen auf verschiedenen Ebenen (Bezirke und DDR-weit). Eine besondere Stellung nahm die Jugendarbeit ein. Ornithologische und andere naturkundlich ausgerichtete Schülerarbeitsgemeinschaften wurden staatlich unterstützt und über „Pionierhäuser“ sowie „Stationen Junger Naturforscher und Techniker“ gefördert. Im Jahre 1977 gab es in der DDR ungefähr 60 ornithologisch ausgerichtete Schülerarbeitsgemeinschaften (Brehme 1977, 185). Hier ging es nicht in erster Linie darum, die Jugendlichen zu unterhalten, sondern es wurden ornithologische Aufgaben zugeteilt und systematische Arbeit eingefordert. Mehrtägige „Spezialistenlager“ förderten Fachkenntnis und Gemeinschaftserleben.

Zweifellos war das staatliche Engagement auch politisch motiviert, denn in den Arbeitsgemeinschaften sollte auch „Liebe zu unserem sozialistischen Staat“ vermittelt werden (Brehme 1971, 332). Doch für die Vogelkunde wirkte sich diese staatliche Förderung sehr positiv aus, bescherte sie doch stetigen Nachwuchs und regelmäßigen Zuwachs für die ornithologischen Fachgruppen.

Zunehmend wurden über die Kulturbundgremien (und über die Zentrale für Wasservogelforschung) auch zentrale Gemeinschaftsprojekte organsiert. Dazu gehörten landesweite Aufrufe zur Erfassung einzelner Vogelarten wie Blauracke, Graureiher, Höckerschwan, Graugans und Lachmöwe. Ab 1964 organisierte Bernd Ludwig großflächige Erfassungen des Weißstorches in Brandenburg und 1976 gründete sich auf Initiative von Kurt Kretschmann der Arbeitskreis Weißstorch. In den Jahren von 1978 bis 1982 fand im gesamten Landesgebiet eine Kartierung der Brutvögel auf Basis der Messtischblätter statt, die erstmals ein genaues Bild der Verbreitung und Häufigkeit der Vogelarten lieferte, allerdings erst mit starker Verzögerung publiziert wurde (Nicolai 1993).

Neben den in den Gruppen und Gremien organisierten Aktivitäten gab es zahlreiche Einzelpersonen, welche die märkische Vogelkunde voranbrachten. An erster Stelle sind hier die Brüder Hartmut und Winfried Dittberner zu nennen, die seit den 1950er Jahren zahlreiche faunistische und populationsökologische Arbeiten aus Brandenburg publizierten und 1975 eine kommentierte Artenliste der Vögel Brandenburgs herausbrachten (Dittberner/Dittberner 1975). Sie erkannten als erste die herausragende ornithologische Bedeutung des Unteren Odertals für Brut- und Rastvögel. Ihre Arbeiten führten dort zu Schutzgebietsausweisungen und waren später ein wichtiger Baustein für die Ausweisung des Nationalparks (Abb. 7).

Die Ära Rutschke

Erich Rutschke (1926-1999) prägte jahrzehntelang die Ornithologie in Brandenburg (Abb. 8). Er hatte ab 1966 eine Professur für Tierphysiologie an der Pädagogischen Hochschule in Potsdam inne. Als 1962 beschlossen wurde, ein DDR-weites umfassendes Faunenwerk zu erarbeiten (Stephan 1962, 421), übernahm Rutschke die Organisation der avifaunistischen Arbeit in der Region. 1963 entstand unter seinem Vorsitz die „Interessengemeinschaft Avifaunistik“ der brandenburgischen Bezirke und Berlins. Ziel war es, eine neue Avifauna, also eine Übersicht über die Vogelvorkommen in Brandenburg zu erarbeiten. Dazu wurde ein größerer Kreis von ehrenamtlichen Artbearbeitern berufen, auf welche die Vogelarten verteilt wurden. Der Templiner Ornithologe Walter Libbert (1899-1971) arbeitete die gesamte regionale avifaunistische Literatur auf, sodass die Artbearbeiter darauf zugreifen konnten (Abb. 9). Ab 1964 fanden jährliche Tagungen an wechselnden Orten statt, die dem Erfahrungsaustausch und Absprachen über die Avifaunaarbeit dienten. 1983 erschien dann mit der „Vogelwelt Brandenburgs“ (Rutschke 1983) die erste Avifauna seit 1919 (Abb. 10). Sie konnte nun auf einer viel breiteren Datenbasis aufbauen, vor allem war auch die räumliche Abdeckung durch die Arbeit der Fachgruppen sehr viel besser als zuvor. Anders als bei Schalow prägen genaue quantitative Angaben zum Vorkommen der jeweiligen Arten das Buch.

Ein besonderes Interesse Rutschkes galt den Wasservögeln. Zu ihrer Erforschung in der DDR gründete er an der Potsdamer Hochschule die „Zentrale für Wasservogelforschung“. Eine ihrer Aufgaben war es, die international angelaufenen regelmäßigen winterlichen Wasservogelzählungen auch in der DDR zu etablieren. Dafür wurden ab 1965 Zählgebiete festgelegt und ein ehrenamtliches Zählernetz aufgebaut. Für einige Fragestellungen bildeten sich spezielle Arbeitsgruppen und in Abständen von einigen Jahren gab es Wasservogel-Tagungen an verschiedenen Orten. Rutschke betreute Doktorarbeiten zu diesem Thema und rief etliche Forschungsprojekte ins Leben, so etwa Fang und Beringung von Gänsen am Gülper See, um deren Zugwege zu ermitteln. Dieses Projekt leitete Heinz Litzbarski (1940-2023).

Die wachsende Datenbasis ermöglichte es, besonders wertvolle Gebiete zu benennen und als Schutzgebiete vorzuschlagen. So entstand unter Federführung von Lothar Kalbe der Feuchtgebietskatalog der DDR, der die Grundlage für den Beitritt der DDR zum Übereinkommen zum Schutz der Feuchtgebiete von internationaler Bedeutung („Ramsar-Konvention“) wurde. Näheres zur Geschichte und Aktivität der Zentrale findet sich bei Kalbe/Naacke (2012).

Am Gülper See richtete die Hochschule eine Forschungsstation ein, ab 1961 zunächst in der alten Windmühle bei Prietzen (Abb. 11), ab 1975 dann in einem ehemaligen Gehöft auf der Hünemörder-Insel. Die Station war Anlaufpunkt für viele ehrenamtliche Ornithologen. Eine weitere sehr wichtige Einrichtung war die Naturschutzstation Buckow, deren zentrale Aufgabe in der Gewährleistung des Schutzes der letzten Großtrappen im Havelland bestand. Diese Station wurde ab 1978 unter der Leitung von Heinz Litzbarski aufgebaut. 

Die Enklave West-Berlin

Die Ornithologie im Westteil Berlins war lange Zeit weniger straff organisiert als diejenige in Brandenburg. In den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg waren nur einige wenige Vogelbeobachter in der Stadt unterwegs, darunter Victor Wendland (1896-1990), der 1971 mit einer ersten Brutvogelfauna über die Teilstadt hervortrat (Wendland 1971). Seit dem Mauerbau 1961 mussten sich die Beobachter ganz auf die Gebiete innerhalb der Stadt konzentrieren oder hier und da einen Blick über die Mauer auf benachbarte Flächen (z.B. Seen und Rieselfelder) werfen (Abb. 12).

Ab 1965 wurden die Beobachtungen in vervielfältigten Halbjahresberichten zusammengefasst und ab 1976 in der Zeitschrift „Ornithologischer Bericht für Berlin (West)“ veröffentlicht. 1967 gründete sich die „Beobachtergruppe“ beim Deutschen Bund für Vogelschutz Berlin, die dann dem Austausch und der Organisation von Erfassungsvorhaben diente. 1970 folgte die eher formale Gründung der „Ornithologischen Arbeitsgruppe Berlin (West)“ (OAG), eines lockeren Verbundes ohne Mitgliederliste und Vorstand, der die Interessen der West-Berliner Ornithologen im Dachverband Deutscher Avifaunisten wahrnahm (Löschau 2000).

Prägende Köpfe der West-Berliner Ornithologie waren Michael Lenz bis zu seinem Weggang nach Australien 1977 und danach Klaus Witt, der die Leitung der Beobachtergruppe übernahm. Achim Bruch war über Jahrzehnte als besonders aktiver und kritischer Feldornithologe tätig und wachte über die fachliche Korrektheit der Halbjahresberichte (Abb. 13). Unter Anleitung von Klaus Witt wurde die Arbeit mehr und mehr auf systematische Erfassungsvorhaben fokussiert, so beispielsweise auf die Erfassung einzelner Arten, auf Siedlungsdichteuntersuchungen und auf die Erstellung eines Brutvogelatlasses. Die Ergebnisse der regen feldornithologischen Tätigkeit bildeten die Grundlage für zwei Kurzavifaunen (Bruch/Elvers/Pohl/Westphal/Witt 1978; OAG Berlin (West) 1990) sowie die Veröffentlichung in einem Atlasband (OAG Berlin (West) 1984).

Die Verbindungen der West-Berliner Ornithologen in die Umgebung und in den anderen Teil der Stadt beschränkten sich auf wenige persönliche Kontakte, Literaturtausch und gelegentliche Tagesexkursionen. Eine organisierte Zusammenarbeit gab es über viele Jahre hinweg nicht. Die West-Berliner Daten flossen jedoch in die Brandenburg-Avifauna von 1983 ein, soweit sie den Bearbeitern zugänglich waren.

Ornithologe in der Wendezeit

Wie in allen gesellschaftlichen Bereichen führte auch in der märkischen Ornithologie die politische Wende 1989/90 zu großen Umwälzungen. Die durchaus erfolgreichen und effektiven Strukturen im Kulturbund fanden keine Akzeptanz und keine staatliche Unterstützung mehr und fielen auseinander. Zunächst war die Gründung eines eigenen Ornithologenverbandes der DDR angedacht, was jedoch verworfen wurde, nachdem die politischen Anzeichen mehr und mehr in Richtung Wiedervereinigung gingen (Blaschke 2010). Viele Ornithologen und Vogelschützer schlossen sich dem Naturschutzbund NABU an, der sich bereits im März 1990 gründete. Die Fachgruppenstrukturen blieben teilweise noch erhalten. In Berlin fanden die Vogelkundigen beider Stadtteile schnell zusammen und gründeten im Oktober 1990 die Berliner Ornithologische Arbeitsgemeinschaft unter Leitung von Klaus Witt.

Für die Vogelbeobachtung ergaben sich nun neue Möglichkeiten, denn bisher gesperrte Grenz- und Jagdgebiete wurden nun zugänglich, später teilweise auch die großen Truppenübungsplätze. Damit ging allerdings auch die Befürchtung einher, dass vor allem der Ansturm erholungssuchender Berliner zu vermehrten Störungen und Naturschutzproblemen führen könnte.

In der Wendezeit bis Anfang der 1990er Jahre hatte Naturschutz politisch für kurze Zeit einen hohen Stellenwert. Es wurden zahlreiche Naturschutzgebiete ausgewiesen sowie das Nationalparkprogramm der DDR mit Naturparken, Biosphärenreservaten und Nationalparken ins Leben gerufen. Hier zeigte sich nun der ganze Wert der langjährigen ornithologischen Arbeit in den Fachgruppen, denn es standen sofort umfassend Kenntnisse zum Vorkommen gefährdeter Arten zur Verfügung, um die Schutzgebiete zu begründen und abzugrenzen.

Die Arbeitsgemeinschaft Berlin-Brandenburgischer Ornithologen und andere Aktivitäten

Um die Vogelkunde in der Region auf eine neue organisatorische Basis zu stellen, gründete sich im Januar 1991 unter dem Dach des NABU die Arbeitsgemeinschaft Berlin-Brandenburgischer Ornithologen (ABBO). Dem ersten Vorsitzenden Henry Hahnke folgten 1993 Axel Schmidt und 1999 Wolfgang Mädlow. Nun konnte zum einen die aus dem Kulturbund gewohnte Arbeitsweise – soweit ohne staatliche Unterstützung möglich – wiederaufgenommen werden, mit Fachgruppenarbeit, regelmäßigen Tagungen und gemeinsamen Arbeitsvorhaben wie der landesweiten Kartierung ausgewählter Vogelarten (Abb. 14). Zusätzlich wurde eine zentrale Datensammlung ins Leben gerufen und die Beobachtungen in avifaunistischen Jahresberichten ausgewertet. Letztere erschienen in der neu begründeten regionalen Fachzeitschrift „Otis“. Da die „Vogelwelt Brandenburgs“ (Rutschke 1983) nicht mehr den aktuellen Kenntnisstand widerspiegelte, begann nun eine Intensivierung der bereits vor der Wende begonnenen Neubearbeitung einer Avifauna. Im Jahr 2001 erschien schließlich „Die Vogelwelt von Brandenburg und Berlin“ als Gemeinschaftswerk zahlreicher ehrenamtlicher Artbearbeiter (ABBO 2001) (Abb. 15).

1998 gründete sich eine Avifaunistische Kommission, um die Bewertung von Beobachtungen sehr seltener Vogelarten auf eine wissenschaftliche Grundlage zu stellen. Es folgte eine Bearbeitung von „Important Bird Areas“ mit dem Ziel, die lange verzögerte Ausweisung besonderer Schutzgebiete (SPA) nach der Europäischen Vogelschutzrichtlinie zu befördern. Anfang der 2000er Jahre wurde die bundesweite Atlaskartierung ADEBAR in Brandenburg organisiert und 2011 als Sonderheft der „Otis“ ein Landesatlas publiziert (Ryslavy/Haupt/Beschow 2011). Parallel dazu erfolgte der Aufbau einer umfangreichen ornithologischen Bibliothek, die 2016 an das Naturkundemuseum Potsdam übergegangen ist.

Gegenüber DDR-Zeiten nahm die Zahl der regionalen Fachgruppen im Laufe der Jahre zwar ab, einige überdauerten jedoch oder wurden sogar neu gegründet (Nuthe-Nieplitz-Niederung). Manche Fachgruppen gaben zeitweise oder regelmäßig eigene vervielfältigte Beobachtungsberichte heraus. Auf Initiative von Einzelpersonen oder Fachgruppen erschienen mehrere regionale Avifaunen, z.B. für den Altkreis Strausberg (Hoffmann/Koszinski 1993), die Uckermark (Dittberner1996), Frankfurt/O. (Becker 2000), den Nationalpark Unteres Odertal (Dittberner 2014), die Nuthe-Nieplitz-Niederung (Kalbe 2019), den Altkreis Templin (Seybold 2020) und die Talsperre Spremberg (Beschow 2025).

Nachdem die Zentrale für Wasservogelforschung 1999 aufgelöst worden war, übernahm zunächst ein neu gegründeter Förderverein „Wasservogelökologie und Feuchtgebietsschutz“ unter Leitung des letzten Mitarbeiters der Zentrale Johannes Naacke (1939-2018) deren organisatorische Aufgaben bei der Koordinierung und Auswertung der Wasservogelzählungen, bevor die Aufgabe an die Bundesländer überging und der Verein 2011 wieder aufgelöst wurde (Kalbe/Naacke 2012).

Ornithologie als staatliche Aufgabe

Durch die Naturschutzgesetze sind den Ländern zahlreiche Aufgaben im Naturschutz und damit auch im Vogelschutz zugewiesen. Ornithologie als Wissenschaft ist selbst keine staatliche Aufgabe, doch setzen die notwendigen Naturschutzmaßnahmen ornithologische Erkenntnisse voraus und die Behörden haben gesetzliche Aufgaben im Bereich Umweltbeobachtung und Monitoring.

Bereits in der DDR entstanden Naturschutzstationen, so z. B. 1986 die spätere Greifvogelschutzstation an der Woblitz bei Himmelpfort (Nessing 2022, 36 u. 39).  Zu Beginn der 1990er Jahre kamen weitere unter dem Dach des Landesumweltamtes hinzu oder gingen (wie die Station in Buckow) auf diese Behörde über. Die meisten dieser Stationen wurden später jedoch wieder aufgelöst oder erhielten andere Funktionen.

Die Aufgaben einer Staatlichen Vogelschutzwarte erfüllte zunächst teilweise die Naturschutzstation am Rietzer See, teilweise die Zentrale des Landesumweltamtes in Potsdam, bevor sie 1998 in Buckow konzentriert wurden (Abb. 16). Leiter war dort bis 1999 Heinz Litzbarski, anschließend Torsten Langgemach. Hier werden seitdem zahlreiche Artenschutz- und Monitoringprogramme koordiniert, die Vogelberingung betreut, Rote Listen verfasst, Stellungnahmen zu vogelschutzrelevanten Vorhaben erarbeitet und fachliche Grundlagen für die Vogelschutzarbeit bereitgestellt, sowie in Zusammenarbeit mit einem Förderverein der Großtrappenschutz betreut (Litzbarski/Langgemach 2009).

Flankiert wurden und werden die ornithologischen Aufgaben durch die Großschutzgebietsverwaltungen und die Naturwacht, die anfangs der Landesanstalt für Großschutzgebiete, später dem Landesamt für Umwelt beziehungsweise dem Naturschutzfonds Brandenburg zugeordnet waren. Unter Leitung von Martin Flade, der gleichzeitig ehrenamtlich das Monitoring häufiger Brutvogelarten bundesweit für den Dachverband Deutscher Avifaunisten mit aus der Taufe hob, wurde dessen Implementierung in Brandenburg stark forciert, so dass mittlerweile langfristige belastbare Trendangaben seit Mitte der 1990er Jahre möglich sind. Auch zahlreiche Einzelprojekte mit integrierten ornithologischen Fragestellungen, etwa zur naturverträglichen Nutzung von Agrarflächen und Buchenwäldern, wurden in den Großschutzgebieten durchgeführt. Die Naturwacht übernimmt in den Gebieten einen Teil der Monitoringaufgaben wie Wasservogelzählungen und Brutvogelerfassungen in den SPA-Gebieten.

Außerbehördliche Forschungseinrichtungen haben zeitweise noch eine größere Rolle für die Ornithologie in Brandenburg gespielt. An der Universität Potsdam wirkte Hans-Dieter Wallschläger (1947-2025) von 1990 bis 2012 als Hochschullehrer, betreute verschiedene ornithologische Projekte, führte Studentinnen und Studenten an die Ornithologie heran und hielt den Kontakt zu ehrenamtlichen Strukturen. An der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung in Eberswalde etablierte sich zwar kein ornithologisch ausgerichteter Lehrstuhl, aber es wurden – vor allem in Zusammenarbeit mit den Großschutzgebietsverwaltungen – zahlreiche ornithologische Arbeiten betreut. Am Julius-Kühn-Institut in Kleinmachnow befasste sich eine Arbeitsgruppe unter Leitung von Jörg Hoffmann mit Agrarvögeln in Brandenburg. Hingegen war die Ornithologie am Naturkundemuseum Potsdam nach dem Tod des langjährigen Leiters Manfred Feiler (1935-1997) zunächst nicht mehr vertreten. 2016 wurde dort die umfangreiche Bibliothek der ABBO installiert und kann von Interessenten genutzt werden.

Ausblick

Die Vogelkunde in Brandenburg hat eine lange und bemerkenswerte Entwicklung hinter sich. Sie kann auf dieser Basis durchaus optimistisch in die Zukunft blicken. An Nachwuchs interessierter Vogelbeobachter ist kein Mangel, wie die überaus rege Beteiligung am Daten-Eingabeportal „ornitho“ in der Region zeigt (www.ornitho.de).  Die Einführung des bundesweiten Eingabeportals für vogelkundliche Daten ab 2011 führte auch in Brandenburg zu einem enormen Anwachsen der Meldungen.

Nachdem die Vogelkunde während ihrer gesamten Geschichte mit wenigen Ausnahmen fast ausschließlich von männlichen Protagonisten bestimmt wurde, nimmt der Anteil an engagierten und fachkundigen Frauen in den letzten Jahren stark zu (Abb. 17).

Gleichzeitig ist zu beobachten, dass sich die Formen des Engagements ändern. Über lange Zeit wurden die Strukturen durch Ehrenamtliche getragen, die häufig über viele Jahre oder Jahrzehnte organisatorische Funktionen ausübten und den Apparat funktionsfähig hielten. Das ist offensichtlich ein Auslaufmodell. Die erhöhten Anforderungen durch die Arbeitswelt und veränderte Berufsbiographien mit vielen Ortswechseln machen ein langfristiges ehrenamtliches Engagement schwierig. Das typische Vereinsleben, das für viele Ältere ein Wert an sich ist und die Ornithologie bis heute prägt, ist für viele Jüngere wenig attraktiv. Für Vorstandsämter finden sich kaum jüngere Kandidaten. Zusammenarbeit kann heute über Internetportale und soziale Medien nach Bedarf und projektbezogen organisiert werden. Wie allerdings auf diese Weise notwendige Arbeitsstrukturen erhalten und Ergebnisse dauerhaft gesichert werden können, ist ungewiss. Vermutlich wird es zunehmend erforderlich sein, notwendige organisatorische Aufgaben hauptamtlich zu erfüllen. Die Tatsache, dass zahlreiche gesetzliche Pflichtaufgaben im Naturschutz und im Vogelmonitoring ohne Ehrenamtliche nicht zu leisten sind, sollte solche Konstruktionen im öffentlichen Interesse eigentlich möglich machen.

Literatur

Arbeitsgemeinschaft Berlin-Brandenburgischer Ornithologen (ABBO): Die Vogelwelt von Brandenburg und Berlin. Rangsdorf 2001.

Alex, Uwe: Hermann Hocke - „Die Vögel der Provinz Brandenburg“ (1910) und die Avifauna der Mark um 1900, kommentiert und mit Bemerkungen zur Zeit 1920-1960. Rangsdorf 2011.

Becker, Joachim: Die Vögel des Stadtkreises Frankfurt (Oder). Frankfurt (Oder) 2000.

Beschow, Ronald: Die Vogelwelt der Talsperre Spremberg (Landkreis Spree-Neiße). Otis 32: Sonderheft. 2025.

Blaschke, Werner: Die Vögel des Kreises Senftenberg. Senftenberg 1986.

Blaschke, Werner: Notizen zu den Diskussionen im Bezirksfachausschuss Ornithologie im Bezirk Cottbus am Ende der DDR. In: Studienarchiv Umweltgeschichte 15 (2010), S. 73-76.

Brehme, Siegfried: Methodische Hinweise für die Schülerarbeitsgemeinschaften Ornithologie. In: Falke 18 (1971), S. 328-333.

Brehme, Siegfried: Verantwortungsvoll und schön. Erstes zentrales Seminar des ZFA mit Leitern von Jugend- und Schülergruppen. In: Falke 24 (1977), S. 185.

Bruch, Achim / Elvers, Hinrich / Pohl, Christian / Westphal, Dieter / Witt, Klaus: Die Vögel in Berlin (West) – Eine Übersicht. Ornithol. Ber. Berlin (West) 3: Sonderheft. 1978.

Dathe, Heinrich: XIV. Zentrale Tagung für Ornithologie und Vogelschutz Köthen 14. bis 17. Februar 1980. In: Falke 27 (1980), S. 256-264.

Dittberner, Hartmut / Dittberner, Winfried: Artenliste der Vögel der Mark Brandenburg. In: Mitt. IG Avifauna DDR 8 (1975), S. 3-60.

Dittberner, Winfried: Die Vogelwelt der Uckermark. Galenbeck 1996.

Dittberner, Winfried: Die Vogelwelt des Nationalparks Unteres Odertal. Natur und Text, Rangsdorf 2014.

Frisch, Johann Leonhard: Vorstellung der Vögel Deutschlandes und beyläufig auch einiger Fremden; nach ihren Eigenschaften beschrieben von Johann Leonhard Frisch Rector des Gymnasii zum grauen Kloster in Berlin und Mitgliede der Königl. Akademie der Wissenschaften, in Kupfer gebracht, und nach ihren natürlichen Farben dargestellt von Ferdinand Helfreich Frisch Kupferstecher in Berlin. Berlin 1763. [Siehe: Hier]

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Abbildungsnachweis

Abb. 1, 3 Schalow (1919).

Abb. 2 Alex (2011).

Abb. 4 Beiträge zur Fortpflanzungsbiologie der Vögel 15, 1939.

Abb. 5. Archiv W. Otto.

Abb. 6, 9, 10, 15, 16 Autor.

Abb. 7 Bernhard Grimm.

Abb. 8 Kalbe / Naacke 2012.

Abb. 11 Horst Schreiber.

Abb. 12, 13 Margot Nowak.

Abb. 14 Steve Klasan.

Abb. 17 Rebecca Vaßen.

Empfohlene Zitierweise

Mädlow, Wolfgang: Ornithologie in Brandenburg und Berlin, publiziert am 24.03.2026; in: Historisches Lexikon Brandenburgs, URL: http://www.brandenburgikon.de (TT.MM.JJJJ)

Kategorien

Epochen: Preußische Provinz - Land / DDR - Bezirke - Land Brandenburg
Themen: Ländlicher Raum - Umwelt und Naturraum


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